© Kerstin Neumann - Schnurbus
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Würdevolle Verabschiedung von Pfarrer Dr. Achim Funder

ein Rückblick von Kerstin Neumann-Schnurbus

Nach fünfzehn Jahren seelsorglichen Wirkens verabschiedet sich Pfarrer Dr. Achim Funder aus dem Pastoralen Raum Medebach-Hallenberg mit Dankbarkeit, Wehmut und Zuversicht. Viele Gemeindeglieder waren zum Abschiedsgottesdienst gekommen, um ihrem beliebten Pfarrer Dank zu sagen.

Als Seelsorger in Medebach und Leiter des Pastoralen Raumes Medebach-Hallenberg, zu dem mittlerweile 14 Gemeinden gehören, hat Pfarrer Dr. Funder das kirchliche Leben in der Stadt und den umliegenden Gemeinden mitgeprägt und zahlreiche Entwicklungen begleitet, die bis heute sichtbar sind.

Der feierliche Gottesdienst bildete den würdigen Rahmen für die Verabschiedung. 14 Fahnenabordnungen der Medebacher Vereine, Feuerwehren und Schützenbruderschaften unterstrichen den eindrucksvollen und festlichen Charakter der Heiligen Messe. Als Konzelebranten wirkten Pastor Norbert Abeler, Diakon Eckhard Witt, Pastor Matthias Kamphans, Pfarrer i.R. Hans-Christian Klose und Propst Dr. Reinhard Richter mit. Einen besonderen und hochkarätigen musikalischen Akzent setzte die Solistin Dr. Sophia-Antonia Heller, die „Jesus bleibet meine Freude“ und das „Ave Maria“ sang. Diese beiden Stücke hatte sich Pfarrer Dr. Funder für den Gottesdienst gewünscht und verliehen der Feier eine persönliche und bewegende Note.

In seiner Abschiedspredigt blickte er nicht auf persönliche Leistungen zurück, sondern stellte den Dienst am Evangelium, die Begleitung der Menschen und das Vertrauen auf Christus in den Mittelpunkt. Zugleich dankte er allen, die das kirchliche Leben in den Gemeinden mitgetragen haben, und ermutigt dazu, auch in Zeiten des Wandels, den Glauben zu bewahren und Verantwortung füreinander zu übernehmen. Dazu ermutigte er mit den Worten: „Menschen kommen und gehen. Unsere Aufgaben beginnen und enden. Aber Christus bleibt – gestern, heute und in Ewigkeit.“

Auch zahlreiche Ehrengäste, wie Landrat Thomas Grosche, die Bürgermeister von Medebach und Hallenberg, Frank Linnekugel und Enrico Eppner und die evangelische Pfarrerin Dr. Sandra Gintere, nahmen an der Verabschiedung teil und würdigten das langjährige Wirken von Pfarrer Dr. Funder. In ihren Dankesreden brachten Landrat Thomas Grosche, Thomas van Dyck als 1. Vorsitzender der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft und Jutta Schüngel für den Rat der Pfarreien ihre Anerkennung und ihren Dank zum Ausdruck. Nach dem Festgottesdienst verabschiedeten sich viele Gemeindemitglieder noch persönlich von ihrem Pfarrer.

Pfarrer Dr. Achim Funder wurde 1960 in Essen geboren und wuchs in Bielefeld auf. Nach dem Abitur studierte er in Paderborn und Innsbruck Theologie und absolvierte sein Diakonat in St. Pius Arnsberg. Am 25. Mai 1985 empfing er mit 23 weiteren Kandidaten im Hohen Dom zu Paderborn das Sakrament der Priesterweihe. Nach dem Erlangen des Doktortitels im Kirchenrecht in Rom führte ihn sein seelsorglicher Weg zunächst nach Borgentreich und später nach Arnsberg. Dort leitete er gemeinsam mit Pfarrer Thomas Siepe in vertrauensvoller Zusammenarbeit die Geschicke des Pastoralverbundes Arnsberg. Mit dieser reichen Erfahrung in Seelsorge, Leitung und kirchlicher Verantwortung kam Pfarrer Dr. Funder nach Medebach. Hier fand er ein vielfältiges pastorales Umfeld vor, das er über fünfzehn Jahre hinweg mit Umsicht, Verlässlichkeit und großer Nähe zu den Menschen prägte.

Zu den äußeren Ereignissen seiner Amtszeit zählen unter anderem die Neugestaltung des Kirchplatzes, der Erweiterungsbau des St. Mauritius-Hospitals, die Innenrenovierung der Kirchen in Berge und Deifeld sowie die Restaurierung der Orgel in der Medebacher Pfarrkirche. Auch die Renovierung der Andreaskapelle wurde in dieser Zeit auf den Weg gebracht und befindet sich gerade in der Umsetzung. Im internen Bereich setzte sich Pfarrer Funder besonders dafür ein, die Zentralisierung des Pfarrbüros in Medebach voranzutreiben. Dabei ging es ihm nicht allein um organisatorische Fragen, sondern auch darum, verlässliche Strukturen für die pastorale Arbeit in den Gemeinden zu schaffen. Sein Hauptanliegen blieb jedoch stets die Seelsorge. Im Mittelpunkt standen für ihn die Gemeinden selbst und die Feier der Gottesdienste. Besonders wichtig war ihm zudem, Seelenämter und Beerdigungen möglichst persönlich zu gestalten und den Menschen in schweren Stunden nahe zu sein.

Bei seiner Verabschiedung wurde deutlich, wie vielfältig Pfarrer Funders Wirken in Medebach war: sichtbar in baulichen Projekten, spürbar in gewachsenen Strukturen und vor allem erfahrbar in seinem seelsorglichen Dienst für die Menschen. Nach dem Festgottesdienst verabschiedeten sich viele Gemeindemitglieder bei einem Umtrunk persönlich von ihrem Pfarrer.

Ganz in den Ruhestand zieht es Pfarrer Dr. Funder jedoch nicht. Sein weiterer Weg führt ihn in das Bistum Passau, nach Altötting, den größten deutschen Wallfahrtsort. Dort wird er dem Stiftskapitel angehören, als Kanonikus in der Pfarr- und Wallfahrtsseelsorge mitwirken.

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