© Beate Clement-Klütsch
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19. Lichterwallfahrt in Deifeld stand unter dem Zeichen der Schutzengel

Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten sich bei der 19. Lichterwallfahrt im Pastoralen Raum Medebach- Hallenberg auf den Weg rund um Deifeld und vorbei an Wissinghausen. Unter dem Thema „Schutzengel“ erlebten die Gläubigen einen besinnlichen und zugleich gemeinschaftlichen Abend, der an verschiedenen Stationen zum Nachdenken, Beten und Singen einlud.

Auftakt an der Deifelder Kirche

Der Beginn der Wallfahrt war an der Kirche St. Johannes Baptist in Deifeld. In der Begrüßung durch das Organisationsteam wurde deutlich, dass die Kirche für die Menschen ein Ort der Geborgenheit, des Vertrauens und der Hoffnung ist. So wie ein Schutzengel die Menschen im Alltag begleitet, sollte auch die Kirche ein Raum sein, in dem Sorgen, Wünsche und Dankbarkeit ihren Platz haben. Mit dem Lied „Ein Funke“ wurde der Abend eröffnet und mit dem Bild wurde deutlich, dass schon ein kleiner Funke in der Dunkelheit ein Feuer entzünden und neue Hoffnung schenken kann.

Schutzengel im Alltag

An der ersten Station wurde darüber nachgedacht, dass Schutzengel nicht immer als sichtbare Wesen erscheinen. Oft begegnen sie den Menschen in ganz alltäglichen Situationen – in einem hilfreichen Wort, einer warnenden Stimme, einem tröstenden Gedanken oder in einem Menschen, der im richtigen Augenblick zur Seite steht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden eingeladen, selbst aufmerksam für solche Zeichen zu werden. Zugleich stand die Frage im Mittelpunkt, ob nicht auch jeder Mensch für andere zu einem „Engel“ werden kann – durch ein gutes Wort, eine helfende Hand oder ein offenes Herz.

Die zweite Station führte zum Kreuz bei Lauras Landhaus. Dort erklang zunächst das Lied „Laudate omnes gentes“. Anschließend wurde das Schutzengel-Evangelium vorgetragen. Ein ergänzender Text richtete den Blick auf die erwachsenen Kinder. Er schilderte die Sorgen und Hoffnungen von Eltern, die ihre Kinder auch dann vom Schutzengel behütet wissen möchten, wenn diese ihren eigenen Weg suchen und sich vom elterlichen Rat zunehmend lösen.

Gebet am leuchtenden Kreuz

Nach einer weiteren, ansteigenden Wegstrecke erreichten die Pilger die dritte Station am leuchtenden Kreuz. Die Wallfahrerinnen und Wallfahrer versammelten sich im Schein des Kreuzes, das als Zeichen des Heils, des Trostes und des neuen Lebens gedeutet werden kann.

Ein Weg, der Menschen verbindet

Über den Verbindungsweg zwischen Wissinghausen und Deifeld ging es weiter zur vierten Station. Der Weg wurde dabei zum Sinnbild für das menschliche Leben: Er verbindet Orte, führt Menschen zusammen und macht Begegnungen möglich.

In einem Impuls wurde daran erinnert, dass niemand seinen Lebensweg völlig allein gehen muss. Menschen können sich gegenseitig stärken, trösten und ermutigen. Dadurch können sie füreinander zu Engeln werden. Im anschließenden Gebet wurde darum gebeten, dass der Verbindungsweg ein Ort der Begegnung, des Friedens und der Verbundenheit bleiben möge.

Für das letzte Wegstück nahm jeder Teilnehmer ein kleines Licht mit. Im Schein der vielen Flammen setzte sich die Gruppe durch die Dunkelheit in Richtung Deifeld in Bewegung. Die Lichter machten sichtbar, dass schon ein kleines Licht Orientierung schenken kann und die Dunkelheit verändert.

Abschluss in der Kirche

Am Ende der langen Wegstrecke versammelte sich die Wallfahrtsgemeinschaft wieder in der Kirche in Deifeld. Feierliche Lieder des Frauenchors Deifeld und des Chors Incantabimus ließen die Wallfahrt harmonisch ausklingen. Hier wurden die Lichter vor dem imposant aufgebauten Wallfahrtskreuz vor den Altar abgestellt. Mit ihnen konnten die Teilnehmer symbolisch ihre Sorgen, Bitten und ihren Kummer, aber auch ihren Dank und ihre Hoffnungen niederlegen.

Als Erinnerung an den Abend durfte jeder einen kleinen Engel mitnehmen. Er möge die Wallfahrer auch nach der Lichterwallfahrt begleiten und sie daran erinnern, dass Gottes Engel den Menschen auf ihren Wegen nahe sind.

Der Chor Incantabimus gestaltete die Wallfahrt musikalisch und trug mit seinen wunderbaren Beiträgen an den Stationen und in der Kirche wesentlich zur besonderen Atmosphäre des Abends bei. Die Chorgesänge gaben den Texten und Gebeten eine zusätzliche Tiefe und begleiteten die Teilnehmer auf ihrem Weg. Begleitet wurde der Wallfahrtsweg von der Freiwilligen Feuerwehr Einheit Deifeld und er wurde zusätzlich von der Jugendfeuerwehr Deifeld mit Fackeln angeführt.

Ein Abend der Gemeinschaft

Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer war die 19. Lichterwallfahrt ein meditativer und eindrucksvoller Abend. Der lange Weg durch die Dunkelheit, die gegenseitige Unterstützung, die leuchtenden Kreuze, die vielen kleinen Lichter, die Gebete und die Musik des Chores machten die Wallfahrt zu einem besonderen Gemeinschaftserlebnis.

Die Botschaft des Abends blieb dabei stets präsent: Niemand muss seinen Weg allein gehen. Schutz und Begleitung können auf vielfältige Weise erfahrbar werden – durch Gott, durch seine Engel und durch Menschen, die füreinander da sind.

Bereichert durch dieses Erlebnis freuen sich die Teilnehmer schon auf die Lichterwallfahrt im kommenden Jahr.

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