Mit einem feierlichen Gottesdienst hat am Samstag, 19. September 2026, das 900-jährige Jubiläum in Berge begonnen. In der Dorfkirche begrüßte Weihbischof em. Hubert Berenbrinker mehr als hundert Gäste und eröffnete in Konzelebration mit dem Leiter des Pastoralen Raumes Pastor Kamphans und Pfarrer Dr. Funder damit offiziell die Jubiläumsfeierlichkeiten.
In seiner Predigt stellte Weihbischof Berenbrinker die Dorfgemeinschaft und den Zusammenhalt der Generationen über die Jahrhunderte in den Mittelpunkt. Die Kirche, die bis heute mitten im Dorf stehe, sei ein sichtbares Zeichen dafür, dass ein Leben mit Gott in Berge einen festen Platz habe. Besonders eindrücklich war ein Bild, das der Weihbischof aus Afrika beschrieb: Menschen, die auf den Schultern übereinanderstehen und so miteinander verbunden sind. Dieses Bild stehe für die Kraft der Gemeinschaft – jeder trage den anderen, nur gemeinsam seien sie stark und könnten weiter schauen als allein. Genau so habe sich das Dorf Berge über 900 Jahre entwickelt: durch Zusammenhalt, Vertrauen und gemeinsame Verantwortung.
Für die musikalische Gestaltung sorgte der Chor Incantabimus. Mit den hinreißenden Stimmen der Solistinnen erfüllten sie den kleinen Kirchenraum mit ihrem harmonischen Klang. Im Anschluss zog ein großer Teil der Gottesdienstbesucher zur weiteren Feierstunde in die Schützenhalle Berge. Dort reihten sich die Grußworte der politischen Vertreter aneinander. Auch Pfarrer Dr. Achim Funder hielt ein kurzweiliges und lockeres Grußwort und würdigte die besondere Bedeutung des Jubiläums für den ältesten und kleinsten Ortsteil im Stadtgebiet Medebach.