Das Chormusical „Judith und das Wunder der Schöpfung“ von der Stiftung Creative Kirche war für vier Mitglieder des Kirchenchores Cäcilia Hallenberg ein ganz besonderes Projekt, das bereits lange vor dem Aufführungswochenende begann. Seit September 2025 haben sich vier Mitglieder unseres Kirchenchores dem Projektchor in Frankenberg angeschlossen, um sich intensiv auf die großen Aufführungen vorzubereiten.
Die erste Probe des Gesamtchores fand am 28.09.2025 in Bochum statt. Zum ersten Mal kamen dort 3000 Sängerinnen und Sänger aus unterschiedlichen Regionen zusammen. Schon bei dieser Probe war spürbar, welche Kraft in mehreren tausend Stimmen steckt. In den folgenden Monaten wurde regelmäßig weitergeprobt, Jede Probe ließ das Werk weiterwachsen – musikalisch wie auch inhaltlich.
Ein besonderer Meilenstein war die Hauptprobe am 14.02.2026 in der Westfalenhalle Dortmund. Zum ersten Mal wurde dort gemeinsam mit der Band und den Solistinnen und Solisten geprobt. Die Dimension der Halle, das Licht, die Technik und die gewaltige Klangfülle machten deutlich, wie groß dieses Projekt tatsächlich war.
Ein Mitglied unseres Kirchenchores hatte dabei eine ganz besondere Rolle: Es sang im On-Stage Choir und war dadurch hautnah im Kontakt mit den professionellen Darstellern und Musikern. Neben dem Gesang wirkte es aktiv bei Choreografien auf der Bühne mit – eine intensive und beeindruckende Erfahrung, die viel Probenarbeit, Konzentration und Mut erforderte.
Der Freitagabend vor den Aufführungen war nach der Generalprobe von Euphorie geprägt. Trotz aller Anspannung überwog die Freude, es endlich geschafft zu haben. Am Samstag folgten die beiden großen Aufführungen vor jeweils ca. 6000 Zuschauern – voller Energie, Emotionen und einer Atmosphäre, die man kaum in Worte fassen kann.
Das stimmgewaltige Lied „Im Auge des Sturms“ sorgte für Gänsehaut. Die Protestrufe „Make love not war“ und „Wir sind das Volk“ hallten kraftvoll durch die Halle und setzten ein deutliches Zeichen. Diese modernen Bezüge verbanden sich eindrucksvoll mit der biblischen Erzählung. Doch nicht nur die lauten, kraftvollen Passagen überzeugten: Besonders berührend waren auch die leisen Töne mit ihren Bezügen zur Schöpfungsgeschichte aus dem Buch Genesis. In diesen Momenten entstand eine fast andächtige Stille unter den Tausenden von Zuhörern.
Wie auch in verschiedenen Berichten in der Presse und im Internet beschrieben wurde, begeisterten rund 3.000 Stimmen das Publikum. Diese Begeisterung war auf und hinter der Bühne gleichermaßen spürbar. Die Verbindung aus moderner Thematik, gesellschaftlichen Fragen, Liebesgeschichte und biblischer Hoffnung machte das Musical zu weit mehr als einem Konzert: Es wurde zu einem gemeinsamen Erlebnis von Glauben, Gemeinschaft und Verantwortung für die Schöpfung.
Für uns als Teilnehmende bleibt dieses Wochenende in Dortmund unvergesslich. Die monatelange Vorbereitung, die Gemeinschaft im Projektchor und die intensiven Aufführungen haben uns nicht nur musikalisch bereichert, sondern auch als Chor zusammengeschweißt.
„Judith und das Wunder der Schöpfung“ war für uns ein Projekt, das Mut machte, Hoffnung schenkte – und gezeigt hat, was möglich ist, wenn viele Stimmen zu einer großen werden.