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Chormusical „Judith und das Wunder der Schöpfung“

Sonntag, 21.02.2026 in Dortmund - ein Rückblick

Das Chormusical „Judith und das Wunder der Schöpfung“ von der Stiftung Creative Kirche war für vier Mitglieder des Kirchenchores Cäcilia Hallenberg ein ganz besonderes Projekt, das bereits lange vor dem Aufführungswochenende begann. Seit September 2025 haben sich vier Mitglieder unseres Kirchenchores dem Projektchor in Frankenberg angeschlossen, um sich intensiv auf die großen Aufführungen vorzubereiten.

Die erste Probe des Gesamtchores fand am 28.09.2025 in Bochum statt. Zum ersten Mal kamen dort 3000 Sängerinnen und Sänger aus unterschiedlichen Regionen zusammen. Schon bei dieser Probe war spürbar, welche Kraft in mehreren tausend Stimmen steckt. In den folgenden Monaten wurde regelmäßig weitergeprobt, Jede Probe ließ das Werk weiterwachsen – musikalisch wie auch inhaltlich.

Ein besonderer Meilenstein war die Hauptprobe am 14.02.2026 in der Westfalenhalle Dortmund. Zum ersten Mal wurde dort gemeinsam mit der Band und den Solistinnen und Solisten geprobt. Die Dimension der Halle, das Licht, die Technik und die gewaltige Klangfülle machten deutlich, wie groß dieses Projekt tatsächlich war.

Ein Mitglied unseres Kirchenchores hatte dabei eine ganz besondere Rolle: Es sang im On-Stage Choir und war dadurch hautnah im Kontakt mit den professionellen Darstellern und Musikern. Neben dem Gesang wirkte es aktiv bei Choreografien auf der Bühne mit – eine intensive und beeindruckende Erfahrung, die viel Probenarbeit, Konzentration und Mut erforderte.

Der Freitagabend vor den Aufführungen war nach der Generalprobe von Euphorie geprägt. Trotz aller Anspannung überwog die Freude, es endlich geschafft zu haben. Am Samstag folgten die beiden großen Aufführungen vor jeweils ca. 6000 Zuschauern – voller Energie, Emotionen und einer Atmosphäre, die man kaum in Worte fassen kann.

Das stimmgewaltige Lied „Im Auge des Sturms“ sorgte für Gänsehaut. Die Protestrufe „Make love not war“ und „Wir sind das Volk“ hallten kraftvoll durch die Halle und setzten ein deutliches Zeichen. Diese modernen Bezüge verbanden sich eindrucksvoll mit der biblischen Erzählung. Doch nicht nur die lauten, kraftvollen Passagen überzeugten: Besonders berührend waren auch die leisen Töne mit ihren Bezügen zur Schöpfungsgeschichte aus dem Buch Genesis. In diesen Momenten entstand eine fast andächtige Stille unter den Tausenden von Zuhörern.

Wie auch in verschiedenen Berichten in der Presse und im Internet beschrieben wurde, begeisterten rund 3.000 Stimmen das Publikum. Diese Begeisterung war auf und hinter der Bühne gleichermaßen spürbar. Die Verbindung aus moderner Thematik, gesellschaftlichen Fragen, Liebesgeschichte und biblischer Hoffnung machte das Musical zu weit mehr als einem Konzert: Es wurde zu einem gemeinsamen Erlebnis von Glauben, Gemeinschaft und Verantwortung für die Schöpfung.

Für uns als Teilnehmende bleibt dieses Wochenende in Dortmund unvergesslich. Die monatelange Vorbereitung, die Gemeinschaft im Projektchor und die intensiven Aufführungen haben uns nicht nur musikalisch bereichert, sondern auch als Chor zusammengeschweißt.

„Judith und das Wunder der Schöpfung“ war für uns ein Projekt, das Mut machte, Hoffnung schenkte – und gezeigt hat, was möglich ist, wenn viele Stimmen zu einer großen werden.

Das Musical in Dortmund ist ein Gemeinschaftsprojekt der Evangelischen Kirche von Westfalen und des Erzbistums Paderborn. Der Paderborner Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz war zu Gast in der Premiere. Er sagte: „Es ist ein großartiges Musicalprojekt, das in einer beeindruckenden Weise die Schöpfungserzählung und unsere Verantwortung für die Schöpfung auf die Bühne bringt. Die 3000 ehrenamtlichen Sängerinnen und Sänger lassen Gänsehautmomente erleben. Ihre Begeisterung und ihr Engagement zeigen, was ehrenamtliches Engagement im wahrsten Sinne des Wortes auf die Bühne stellen kann.“

Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der Evangelischen Kirche in Deutschland. Weitere Unterstützung kommt von der Stiftung „Gesunde Erde – gesunde Menschen“ von Dr. Eckart von Hirschhausen, Brot für die Welt, „Andere Zeiten“ sowie der Deutschen Bahn als Mobilitätspartner.

Die Projektpatenschaft haben unter anderem Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien, die NRW-Ministerinnen Ina Brandes und Mona Neubaur sowie der Dortmunder Oberbürgermeister Alexander Kalouti übernommen.

Musikalisch und dramaturgisch setzt die Produktion neue Akzente. Michael Herberger (Musikproduktion) und Kevin Schroeder (Drehbuch & Libretto) haben mit dem jungen Songwriting-Trio Laura Diederich, Ilja Krut und Johannes Pinter moderne Texte und kraftvolle Musik geschaffen. Die Inszenierung von Christoph Drewitz verbindet emotionale Erzählmomente mit eindrucksvollen Chorszenen und moderner Bühnentechnik. Eine 200 Quadratmeter Videoinszenierung und das abgestimmte Lichtdesign verwandelten die Westfalenhalle in eine atmosphärische Projektionsfläche für Judiths innere und äußere Reise.

 

Ab 2027 geht „Judith“ auf große Deutschlandtournee – in Mannheim, Hannover, Bonn, Stuttgart und Nürnberg. An jedem Aufführungsort bildet sich ein regionaler Chor aus 1.000 bis 2.000 Sängerinnen und Sängern. Die Chorproben starten im Herbst 2026.

 

Tournee 2027

31.01.2027, Mannheim, SAP Arena

06.02.2027, Hannover, ZAG arena

27.02.2027, Bonn, Telekom Dome

20.03.2027, Stuttgart, Porsche-Arena

10.04.2027, Nürnberg, PSD Bank Arena

 

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